Um zu verstehen, was mit diesen Menschen aus psychologischer Sicht nicht stimmt, muss man tief in ihre Persönlichkeitsstruktur und ihre neurobiologischen sowie psychodynamischen Abwehrmechanismen blicken.

Psychologisches Gaslighting kein isoliertes Verhalten, sondern das Symptom einer schweren Störung der Ich-Identität und der Beziehungsfähigkeit.

Die Kernstrukturen bei diesen Menschen defekt oder fehlentwickelt sind

Störung des Selbstwert-Regulationssystems
Die Psyche dieser Menschen basiert auf einem fragilen Basis. Während gesunde Menschen Kritik oder eigene Fehler verarbeiten können, löst dies bei extrem manipulativen Charakteren (oft mit narzisstischer Struktur) eine sogenannte narzisstische Kränkung aus.

Ein Fehler oder das Eingeständnis, Unrecht zu haben, würde ihr inneres Kartenhaus zum Einsturz bringen. Um diese unerträgliche psychische Wunde abzuwehren, verzerren sie unbewusst die äußere Realität. Sie müssen recht haben, um psychisch stabil zu bleiben.

Fehlentwickelte Abwehrmechanismen
Diese Personen nutzen sehr frühe, unreife psychische Abwehrmechanismen, die normalerweise in der frühen Kindheit überwunden werden.
• Weil sie eigene negative Anteile wie Scham, Schuld, Unfähigkeit oder eigene Lügen nicht in sich selbst ertragen können, werfen sie diese auf das Gegenüber. Wenn sie selbst fremdgehen, beschuldigen sie den Partner der Eifersucht. Sie reinigen ihr eigenes Innenleben indem sie das des anderen vergiften.
Es gibt für sie nur perfekt und fehlerfrei sie selbst oder schlecht und falsch der andere. Kompromisse oder Grauzonen lässt ihre psychische Struktur nicht zu.

Empathie und emotionale Blindheit
Auf psychologischer Ebene liegt oft eine Störung der affektiven Empathie vor.
• Sie besitzen zwar oft eine hervorragende kognitive Empathie – sie verstehen genau, wie ihr Gegenüber tickt und wo seine Schwachstellen liegen – weshalb sie so präzise manipulieren können.
• Sie fühlen den Schmerz, den sie verursachen, schlichtweg nicht. Das Leid des anderen lässt sie emotional völlig kalt, weshalb kein inneres Stopp-Signal (wie ein schlechtes Gewissen) anspringt.

Bindungsstile und Kontrollwahn
Viele dieser Menschen haben in ihrer Kindheit traumatische Bindungserfahrungen gemacht (z. B. durch emotionale Kälte, emotionale Erpressung der Eltern oder Missbrauch).
Wenn ich nicht die absolute Kontrolle habe, werde ich verletzt, kontrolliert oder verlassen. Vertrauen in Beziehungen ist für sie unmöglich. Sie setzen Nähe mit totaler Kontrolle gleich. Gaslighting ist ihr psychologischer Schutzwall, um niemals wieder emotional ausgeliefert zu sein.

Verhalten bei Konfrontation 
1. Leugnen: Das Verhalten wird abgestritten.
2. Angreifen: Die Person, die es anspricht, wird attackiert.
3. Täter-Opfer-Umkehr

Die manipulierende Person stellt sich selbst als das eigentliche Opfer dar. Dieser Mechanismus dient dazu, den inneren Widerspruch zwischen dem eigenen Verhalten und dem Wunsch, gut zu sein sofort aufzulösen.
Mit diesen Menschen stimmt nicht, dass ihre Psyche unfähig ist, Verletzlichkeit, Schuld und reale Selbstreflexion zu ertragen. Ihr Gehirn wählt die Zerstörung der Realität des anderen, um das eigene, brüchige Selbstbild vor dem Zusammenbruch zu schützen.

 

Nach oben scrollen